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2010 Presseberichte der Jugend

Freiwillige Feuerwehr Panrod

10 Jahre Jugendfeuerwehr Aarbergen-Panrod (20.06.2015)

Am vergangenen Wochenende feierte die Jugendfeuerwehr Aarbergen Panrod ihr 10-jähriges Bestehen.

Festredner: Anika Weber, Udo Scheliga, Ernst-Herbert Haberstock

Für Nachwuchs und Verjüngung der Feuerwehr sorgte man seit 1975, durch die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Durch den häufigen Wechsel der Jugendgruppen-Betreuer konnte dann allerdings der Betrieb nur noch mit viel Mühe und Idealismus aufrecht erhalten werden.Leider musste man 1995 die Jugendfeuerwehr abmelden, da kein Nachwuchs vorhanden war.

Positiv zu vermerken ist, dass fast alle Mitglieder der heutigen Einsatzabteilung aus der damaligen Jugendfeuerwehr kommen.

2005 wurde die Jugendfeuerwehr durch Uwe Kirsten und Erik Haberstock neu gegründet, und sie bemühte sich eifrig, für den Brandschutz zu üben. Bereits am 03.10.2005 im Rahmen des Oktoberfestes zeigte sie den Bürgern mit einer Einsatzübung ihr erlerntes Können.

Auch Cornelius Müller und viele aus der aktiven Wehr halfen mit, bis Anika Weber die Leitung übernahm. Sie wurde von Tom Fielding tatkräftig/ideenreich unterstützt, so dass die beiden aus der bestehenden Jugendgruppe eine weitere Jugendgruppenbetreuerin, sowie neue aktive Feuerwehrleute heranziehen konnten. Anika Weber und Lisa Beffart leiten die Geschicke der Jugend bis zum heutigen Tag und weit darüber hinaus, so die Hoffnung des Vorstandes.

Auf dem Programm, an diesem Nachmittag, standen verschiedene Spiele und ein kleiner Wettbewerb. Welcher die Gruppe aus Kettenbach gewann und sich den ersten Platz verdient erkämpft hat. Für die ganz Kleinen und Kleingebliebenen war eine Hüpfburg aufgebaut und für das leibliche Wohl war mit Burgern, Pommes und Bratwürstchen sowie verschiedenen Getränken bestens gesorgt.

 

 

 

 

 Jeder weiß, dass die Jugendarbeit ein zartes Pflänzchen ist, das steht und fällt mit den Jugendgruppenbetreuern. Darum weiterhin ein vorsichtiges und geschicktes Händchen, herzlichen Dank an alle Unterstützer der Jugend und weiterhin viel Erfolg.

Panroder Kerb 2014:

Traktorentour durch den Ort

 

PANROD – Sie benötigten keine Musikkapelle und keine Marschmusik, die Teilnehmer des Kerbeumzugs in Panrod. Sie sangen selbst und ließen die Musik aus den Boxen erklingen. Besonders ruhig war es auf dem zweiten Wagen, da schien etwas passiert zu sein. Zugedeckt lag er flach da, Hut und Gummistiefel ragten unter der Plane hervor. Am Wagen steht: „Im eichentlich ,gefleechte Hof‘, mer kennen jo alle, is he ausgerutscht un mim Kopp uffs Pflaster gefalle“. Auf der anderen Wagenseite war zu lesen: „Zugedeckt inklusive Fuiss un Kopp wart se, bis de Rettungswoche iss vor Ort“. Die ganze Geschichte dazu gab es beim Verlesen der Kerbezeitung.

Wäre dies beim Umzug passiert, wäre zumindest die Jugendfeuerwehr gleich vor Ort gewesen. Denn acht Panroder Nachwuchsfeuerwehrler waren an Bord des darauffolgenden Wagens.

Mächtig was los war auf dem ersten großen Wagen. Vollkommen in Tannenzweige gehüllt standen und tanzten auf ihm zahlreiche der momentan 23 Mitglieder der Kerbegesellschaft, unter ihnen Kerbevadder Hendrik Hertling und sein Stellvertreter Christopher Wierschula. Kaum setzte sich der Zug in Bewegung, mussten die Federn des Hängers zeigen, wie stabil sie sind – die Panroder tobten auf dem Wagen.

Vorausgefahren waren Jugendliche mit ihren geschmückten Rädern und Eltern mit einem Bollerwagen von den Panröder Spatzen. Dieser war auch so etwas wie die Versorgungsstation. „Komm hol das Lasso raus“ ertönte es vom letzten Wagen. Der Fußballstammtisch „Reiterstübchen Panrod“ hatte diesen besetzt. Sie machten deutlich, wie es später in der Mehrzweckhalle zugegangen sein dürfte. Erinnert haben sie auch an das Sommermärchen: „Wir sind Weltmeister 2014“. „I sing a Liad für di“ tönt der Song von Andreas Gabalier ebenso aus den Boxen wie der „Anton aus Tirol“ von DJ Ötzi. Damit wurde auch schon angedeutet, warum so viele Panroder im Dirndl, oder in langer oder kurzer, fescher Lederhose bei der Mehrzweckhalle auf den Kerbefestzug warteten.

Zünftig, auf Bayrisch starteten die „Gottestaler“ auch am Nachmittag eine Stimmungswelle nach der anderen. Sie kommen schon seit einigen Jahren nach Panrod, erzählte Dirk Rauel, von der Kerbegesellschaft: „Wie mit deren Engagement muss man etwas für die Besucher tun, sonst kommt bald niemand mehr.“ Der Ursprung der Band mit der echten alpenländischen Volksmusik und modernen volkstümlichen Popmusik, liegt in Oestrich im Rheingau. Sie nannten ihre Band nach dem kleinen Oestricher Gottesthal, das oberhalb ihres Heimatortes liegt – zwischen den Ausläufern des Taunus und dem Rhein. Um einen modernen Akzent zu setzen, wurde das in der Region übliche „Thal“ zum „Tal“ – also die „Gottestaler“.

Nach der ersten großen Musikrunde präsentierten Elena Hertling und Leonie Sommer Geschichten aus Panrod. Dabei war die Geschichte von der Wohnwagenfahrt von Frank, bei der „die Ufflaafbrems hot nit gehalle un eh he sich verrseijt, wird’s gleich knalle“. Er brummt rückwärts giehns Haus. Dej Spanienfahrt waar sumit ins Wasser gefalle. Weiteres an Lokalkolorit, wie der „Skandal in der Landwirtschaft“, prägten die Vorträge, bevor richtig weitergefeiert wurde.

 

24-Stunden-Übung der Aarbergener Jugendwehren 2012

AARBERGEN – Rasch wird noch ein Komparse gesucht, der einen aufgeregten Schullehrer parodiert. Schließlich befinden sich noch zehn Kinder im Keller und schweben in großer Gefahr. Im ersten Obergeschoss der Astrid-Lindgren-Grundschule im Aarbergener Ortsteil Kettenbach ist der Rauch derweil so stark, dass hinter den Fenstern nur noch die Zweige einer Zimmerpalme zu sehen sind, die direkt an den Scheiben kleben.

Eine Nebelmaschine und Rauchbomben haben diese Einsatzlage herbeigeführt, denn es handelt sich um keinen Ernstfall, und zur Schule ausgerückt sind die Mitglieder der Aarbergener Jugendfeuerwehren. Erstmals erleben sie gemeinsam eine 24-Stunden-Übung. Auf rund 60 Jungen und Mädchen aus den sechs Nachwuchseinheiten aller Ortsteile warten etliche Herausforderungen an einem langen Tag.

 

 

 

 

 

 

 

Der eine sucht ein Sprechfunkgerät, die andere eine Handlampe. Fast alle Teilnehmer kennen das Gebäude und den Pausenhof, aber die Aufgaben sind diesmal neu. Ein Entlüfter springt an, hinter den Fensterscheiben sind nun orangefarbene Helme zu sehen, als der Rauch dünner wird. Ebenso leuchten die gelben Atemschutz-Attrappen hervor, die Feuerwehrleute aus Kunststoffrohren gefertigt haben.

Andere Kinder arbeiten sich in den Keller vor. „Das ist das ehemalige Notlazarett“, erklärt Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart André Zorn. Nach erfolgreicher Personensuche bringen sie vermeintliche Opfer ans Tageslicht, denen künstliches Blut an der Schläfe haftet oder aus der Nase rinnt.

Gefahrgut-Unfall

Nicht zum ersten Mal geht es bei der Aarbergener 24-Stunden-Übung darum, Menschen aus Lebensgefahr zu retten. Am Vortag wurde ein Gefahrgut-Unfall bei der Firma Passavant angenommen. Eingefärbte Wasserkanister deuteten die Giftstoffe an, bewusstlose Angestellte galt es zu finden. Wie Zorn schildert, ging ein Trupp buchstäblich zu weit und stieß bis in den vierten Stock des Verwaltungsgebäudes vor, statt lediglich im Erdgeschoss zu suchen. Letztlich endete der Übungsteil erfolgreich, genauso wie ein simulierter Landmaschinenbrand an einem Aussiedlerhof bei Daisbach. 200 Meter Schlauchleitung verlegten die jungen Helfer bis zu einer Zisterne, um anschließend drei Holzstapel zu löschen.

Wie ein Endspiel

Viel Zeit verbrachten die Jugendfeuerwehrleute ebenfalls in ihren jeweiligen Gerätehäusern, wobei Rückershausen und Hausen sich zusammengeschlossen hatten. Dort übernachteten alle und brachen zu kleineren Übungen auf – auch mal um 6.30 Uhr, was den Elan nicht brach. „Das ist ein Highlight, wie ein großes Spiel für einen Fußballer“, beschreibt Zorn die 24-Stunden-Übung.

Die Zahl der bei der Veranstaltung tätigen Erwachsenen ist kaum kleiner als die der Schüler. 50 Leute organisieren, kochen oder dienen als blutende Komparsen. Besonders erwähnt Zorn den Logistiktrupp, der die Einsatzorte vorbereitet: „Die treffen sich so, dass die Kinder nix mitkriegen.“